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Bei einem Doppelfehler klatscht man nicht. Eine Thiem-sche Woche in Spanien.

Nach Amsterdam, Stuttgart & München verschlug mich meine nächste Tennisreise nach Madrid. Eine Wahnsinnsarena. Von außen erinnert sie an ein Gefängnis, aber von innen wahnsinnig toll gestaltet.

Verkaufsstände, die wirkten wie kleine Boutiquen. Der Center Court, Manolo Santana, eine wirklich beeindruckende Kulisse. Die Besetzung natürlich so, wie es sich ein Tennisherz wünscht. Ein Turnier der 1000er-Serie, da ist ja bekanntlich alles am Start, was Rang und Namen in der Tennisszene hat.

Matches, die einem die Luft zum Atmen weggepustet haben. Ganz besonders Thiem vs. Dimitrov, eine Partie, die kaum zu überbieten war – an Spannung und Aufregung.

Meine Anspannung war in diesem Krimi kaum zu ertragen. Nach fünf abgewehrten Matchbällen vom Dominic, großer Jubel und die Erlösung pur. Thiem Team war sehr happy.

Besonders unfair verhielt sich eine Anhängertruppe des Bulgaren, die die Regeln des Tennisbesuchers wirklich gar nicht kannten oder kennen wollten.

Nach einem Doppelfehler klatscht man einfach nicht. Auch nicht nach einem Fehler beim ersten Aufschlag. Einmal Nachhilfe bitte oder vielleicht doch den Alkohol weglassen?

Die Woche lief für alle Thiem -Anhänger natürlich, wie man es sich erträumt hatte. Dominic schoss sich förmlich ins Finale. Sein erstes Finale eines so großen Turniers. Ein gutes Omen dabei war vielleicht auch, dass er sich vor dem Viertel – und Halbfinale mit Kristina Mladenovic eingeschlagen hat. (Die schöne Französin erreichte ja ebenfalls das Finale). Wann sieht man dieses Szenario schon mal? Eine Frau gegen einen Mann, als Vorbereitung für ein Match. Großartig.

Im Finale gegen Rafa, der ja bekanntlich gerade mehr als nur „On Fire“ ist, zeigte der Österreicher, dass er da auch hingehört. Nach ganz oben. Zu weiten Teilen war Dominic klar der bessere Spieler auf dem Platz, aber die „Wand“ aus Spanien hatte in den entscheidenen Momenten einfach immer etwas dagegenzusetzen.

Dieses Match wird zurecht als das bisher beste Sandplatzspiel des Jahres gehandelt. Wer soll diese beiden stoppen in den nächsten Wochen?

Die Sympathiepunkte der Woche gingen von meiner Seite aus definitiv an Novac Djokovic.

Nach seiner klaren Halbfinalniederlage gegen den „King Of Clay“ versprühte er im Spielerrestaurant verblüffend gute Laune und verteilte den eigens mitgebrachten Kuchen an die Leute der Nachbartische.

Der Kilian.


Fotos: Kilian Kerner    

Thiem Team nach dem Finale gegen Rafael Nadal (Alex Stober, Lucas Leitner, Dominic Thiem, Joakim Nyström & Kilian Kerner)

 

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